B ild na ch w ei s Ji m T em pl et on C ro ss jim te m pl et on c ro ss co m EDITORIAL 3 Prof Dr Dr h c mult August Wilhelm Scheer IM io Fachzeitschrift für Innovation Organisation und Management 04 2013 Handel 4 0 Nur wenn die Unternehmen viel über ihre Kunden wissen können sie ihnen die gewünschten Produkte und Dienst leistungen personalisiert anbieten Kunden bezahlen die sen Service auch mit ihren Daten die sie über soziale Netzwerke oder mobile Endgeräte vermeintlich kostenfrei zur Verfügung stellen Mit dem Einzug des Internet der Dinge in alle Prozesse sehen wir im Handel einen Trend der auch in der Ferti gung große Beachtung findet Die Industrie strebt die Los größe 1 trotz Massenfertigungsprinzipien an der Handel strebt nach der Individualisierung des Einkaufserlebnisses muss aber gleichzeitig die Umschlagzahl erhöhen um wett bewerbsfähig zu sein Wir können deshalb in Anlehnung an Industrie 4 0 von Handel 4 0 sprechen Wer dabei von wem mehr lernt die Industrie vom Handel oder der Handel von der Industrie wird sich in den nächs ten Jahren zeigen Ich glaube fast dass die Industrie mehr vom Handel lernen kann als umgekehrt Insofern ist der Schwerpunkt dieser Ausgabe der IM io sicherlich auch für Vertreter der Industrie und anderer Branchen interessant Ihr August Wilhelm Scheer Handelsunternehmen sind vielleicht die dynamischsten Organisationen in unserer Volkswirtschaft Sie leben den beständigen Wandel Kaum eine Branche ist so wettbe werbsintensiv die Margen so knapp der Modernisierungs druck so hoch die gesetzliche Regulierung so stark und die Kundenorientierung so sehr das Maß aller Dinge Nicht umsonst sind seit Jahren die Unternehmen der Handels branche Vorreiter in der Optimierung von Geschäftspro zessen Und sie sind ganz vorne wenn es um Innovationen in der Kundenbeziehung geht Jetzt steht der nächste Innovationssprung kurz bevor Bis her konnten Handelsunternehmen noch mit dem soge nannte Future Store dem modernen warenflussgesteu erten und internetgestützten Kaufhaus experimentieren jetzt reicht das nicht mehr aus Wichtig wird es nun das Internet der Dinge in alle Pro zesse und Vertriebskanäle zu integrieren Denn die Kun den wollen nicht mehr nur die freie Wahl einer bestimmten Einkaufsmethode sondern ein durchgängiges Einkaufser lebnis Sie wollen dort einkaufen wo sie sich sicher sind dass das gewünschte Produkt auch verfügbar ist Und das zum besten Service und Preis Um dies zu erreichen steht die Personalisierung des Ein kaufserlebnisses im Vordergrund Individuelle Beratung individuelle Preisgestaltung und individuelle Lieferung sind der Weg zum Ziel Aus IT Sicht sind Big Data Echt zeitdatenanalyse Multi Channel Distribution die Stich worte wie unser Eingangsbeitrag von meinem Kollegen Professor Becker eindrucksvoll belegt