SCHEER INNOVATION REVIEW Trend IM io Fachzeitschrift für Innovation Organisation und Management 04 2013 11 SC H EE R IN N O VA TI O N R EV IE W Allianzen Teil des Commerce Konzepts der Zukunft sind werden dem Kunden zum Beispiel passend zum Abendkleid Karten für die Oper angeboten Die Bezahlung erfolgt ganz selbstverständlich über Mobile Payment 5 Internationale Markenartikel hersteller wie Adidas oder Boss gehen bereits die Test läufe mit aber auch die Metro Group hat dieses Seg ment für ihre Future Store Initiative entdeckt 6 7 Forschung und Handel faszinieren die Möglichkeiten der schönen neuen Welt der Future Stores die schon bald in der Praxis den Unterschied im Wettbewerb ausmachen sollen Das Internet soll nicht mehr länger die Bedrohung des stationären Handels sein sondern zum Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg werden Wie bei anderen Teilschritten der digitalen Revolu tion auch ist man in den USA bereits einen Schritt weiter Die Kaffeehauskette Starbucks etwa hat sich mit Square verbündet dem Mobile Payment Dienst von Twitter Gründer Jack Dorsey Die Idee Star bucks Kunden müssen an der Kasse nur noch ihren Namen nennen um ihr Getränk zu bezahlen Den Rest erledigt ihr Smartphone im Hintergrund Wer so zahlen will benötigt die App Pay with Square Die greift auf die persönlichen Kreditkartendaten zu der Nutzer kann dann mithilfe der App ein Geschäft in seiner Umgebung aussuchen das mit Square koope riert Wählt er einen Laden aus meldet er sich auto matisch an Sein Name und sein Bild tauchen auf einem Bildschirm an der Kasse des jeweiligen Ladens auf Der Kunde muss nur noch hineingehen seinen Namen nennen und bestellen Der Kassierer über prüft lediglich ob der Name mit dem auf seinem Bildschirm übereinstimmt Bezahlbestätigung und Rechnung bekommt der Käufer auf sein Smartphone Doch man will noch weiter gehen irgendwann soll es reichen die Filiale zu betreten Starbucks erfasst seine GPS Koordinaten und erkennt ihn automa tisch Damit wissen die Verkäufer wer sich im Laden aufhält 8 Eine beeindruckende konzertierte Aktion haben über ein Dutzend US Einzelhändler 2012 gestartet Best Buy Walmart Target 7 Eleven und andere große Player haben sich zusammengeschlossen um das sogenannte Merchant Customer Exchange MCX zu bilden ein Netzwerk für Mobile Payment das sich in Konkurrenz zu Google und Isis stellt Die Anwen dung soll für jedes beliebige Smartphone verfügbar sein der Start ist für das kommende Jahr geplant Information aber auch die direkte Einkaufsmöglich keit per App sollen dem Schaufensterbummel unab hängig von Ladenöffnungszeiten eine neue Dimen sion geben Der Kunde kann durch gestenbasierte Steuerung dem Abfotografieren von QR Codes oder über Hologramme mit dem Schaufenster interagie ren und Produkte darüber kaufen Auch der Laden selbst wird sich dramatisch verändern In der Mode welt von morgen wird der Kunde beim Betreten des Geschäfts aufgrund seiner im Smartphone gespeicher ten Kunden ID vom Verkäufer persönlich begrüßt Sein Smartphone fungiert dabei als neuartige Kun denkarte die sich bei Betreten automatisch im Store eincheckt Die Kunden ID speichert bisherige Präfe renzen und Kaufentscheidungen und erzeugt einen virtuellen Kleiderschrank des Kunden Der beste Service erwartet dabei den Kunden im Premiumseg ment Folgt man den Ideen der Forscher und Ent wickler so erwartet den Kunden 2020 ein großzügiger Showroom über dem eine digitale zweite Haut liegt Beratung erfolgt über das mit mobilen Endgeräten ausgestattete Personal mit RFID Etiketten versehene Produkte oder das eigene Smartphone das auch bei der Auswahl der Kleidungsstücke unterstützt Wäh rend der Kunde durch das Geschäft stöbert scannt er z B über QR Codes Kleidungsstücke ein Sie können ihm so direkt in der Umkleidekabine zur Verfügung gestellt werden In der Umkleidekabine erwarten den Kunden der sich Schweiß und Stress ersparen will intelligente Spiegelkonzeptionen die es ihm ersparen die viel fältigen Kleidungsstücke selbst anzuprobieren Sie ermöglichen es über augmented reality dass das eigene Spiegelbild die virtuelle Anprobe übernimmt Über Bodyscanns können eigene Avatare geschaffen werden die die Kleidung nicht nur anprobieren son dern auch damit über einen virtuellen Laufsteg lau fen oder die Wirkung des Kleidungsstückes in einer entsprechenden Umgebung zeigen So wird etwa die Frage beantwortet wie ein gewähltes Cocktailkleid in einem Edelrestaurant wirken würde Die Kabine von morgen erhält auch weitere Serviceelemente Passend zur Stimmung und Auswahl der Kleidungsstücke kann der Kunde individuell die Musik bestimmen Mithilfe eines Service Buttons kann er zudem den Kontakt zum Verkäufer suchen Die Umkleidekabine dient hier nicht nur der Anprobe sondern wird zum Point of Sale Da strategische branchenübergreifende